Früher, ja früher, da wurde ich zu Hause noch etwas häufiger angerufen als heute. Heute hat man ja ein Mobiltelefon, meistens jedenfalls, so dass die meisten Anrufe auf dem Handy landen. Zu Hause jedoch landen inzwischen meistens diejenigen, die ohnehin nicht erwünscht sind.
«Sie haben gewonnen!», tönt es da, meist pünktlich zum Wochenende oder Feierabend. Manche versuchen es sogar auf die ganz freche Tour, indem sie vorgeben, irgendwelche Umfragen zu starten. Aber natürlich soll hier nur was teuer an den Mann gebracht werden.
Das Treiben wird inzwischen schon so bunt, dass ich mich kaum mehr mit Namen am Telefon melde. Nehme ich nämlich den Hörer ab und melde mich mit Namen, werde ich genau damit angesprochen. «Hallo Herr Schmitt, Sie wollten doch schon immer…»
Ja, was wollte ich? Auflegen will ich. Und das jedesmal ohne irgendwelche Diskussionen. Anrufen dürfen mich solche Telefon-Marketingfritzen ohnehin nicht ohne mein Einverständnis (siehe hier). Sie tun es leider trotzdem.