Quadlikollowitschki

16. November 2006

Energie aus dem Nichts

Gespeichert unter: Isch glaab's net, Verrücktes — drahtlos @ 22:31

www.vakuumenergie.deVerrückt geworden? Nee, bin ich nicht. Aber Energie aus dem Nichts ist zumindest laut mathematischer Theorie möglich. Die Forschung beruft sich hier auf die Quantentheorie. Die Rede ist dabei von der sogenannten Vakuumenergie: Auch im absoluten Vakuum gibt es Schwankungen von Energie, die nur durch die Fluktuationen virtueller Teilchen zu erklären sind.

Zu kompliziert? Kein Problem: Lasst es Euch in diesem Filmchen erläutern.

Man hat nämlich festgestellt, dass auch das Vakuum auf Objekte innerhalb des Vakuums einen Druck ausübt. Man kann also Effekte messen, nicht jedoch die Energie (deshalb spricht man von virtueller Energie). Immerhin weiß man: Da kann nicht nichts sein.

Eine weitere Theorie besagt, dass ein Kubikzentimeter Vakuum soviel Energie enthält, dass er den kompletten Erdball für einen Tag mit Energie versorgen könnte. Nun gilt es, diese Energie anzuzapfen.

Klingt gut, fragt sich nur, ob es stimmt.

Verschwörungstheoretiker behaupten hingegen, dass die Industrie längst fertige Maschinen und kleine Kraftwerke liefern kann, die sich aus der Vakuumernergie speisen. Nur würde dann niemand mehr mit dem Verkauf von Energie verdienen, da es diese ja überall gibt. Schön wär’s.

Ein Schwein ruft mich an…

Gespeichert unter: Der tägliche Spaß, Isch glaab's net — drahtlos @ 14:58

Früher, ja früher, da wurde ich zu Hause noch etwas häufiger angerufen als heute. Heute hat man ja ein Mobiltelefon, meistens jedenfalls, so dass die meisten Anrufe auf dem Handy landen. Zu Hause jedoch landen inzwischen meistens diejenigen, die ohnehin nicht erwünscht sind.

«Sie haben gewonnen!», tönt es da, meist pünktlich zum Wochenende oder Feierabend. Manche versuchen es sogar auf die ganz freche Tour, indem sie vorgeben, irgendwelche Umfragen zu starten. Aber natürlich soll hier nur was teuer an den Mann gebracht werden.

Das Treiben wird inzwischen schon so bunt, dass ich mich kaum mehr mit Namen am Telefon melde. Nehme ich nämlich den Hörer ab und melde mich mit Namen, werde ich genau damit angesprochen. «Hallo Herr Schmitt, Sie wollten doch schon immer…»

Ja, was wollte ich? Auflegen will ich. Und das jedesmal ohne irgendwelche Diskussionen. Anrufen dürfen mich solche Telefon-Marketingfritzen ohnehin nicht ohne mein Einverständnis (siehe hier). Sie tun es leider trotzdem.

8. November 2006

Blogger sind Übermenschen

Gespeichert unter: Internet, Journalismus, Zeitungen — drahtlos @ 20:49

Da hab ich doch neulich in irgendeinem Blog – kann mich an den Namen nicht mehr recht erinnern, hatte was mit Rebellen zu tun –, einen Beitrag über das Thema Zeitungen gelesen. Tja, die sind ja die großen Verlierer in der weltweiten Blogosphäre. Das war zumindest da so zu lesen. Denn wer braucht noch Zeitungen heute? Du? Ich? Zum einen gibt es ja Blogger, zum anderen ist ja eh alles kostenlos im Internet zu lesen. So what?

Eine bestechende Logik. Denn:
Die Blogger wissen alles, sitzen ja immer an der Quelle, recherchieren lückenlos, sauber und gründlich, verletzen keinerlei Urheberrechte, wissen auch sonst, sich aus dem Rechtsdickicht zu befreien und können mal eben eine Rechtsverletzung oder Unterlassungserklärung ganz locker aus der Portokasse zahlen. Und auch über die Sitzung meines Stadtparlaments berichten die ja ausführlich und verständlich, und was an Straftaten, Gerichtsprozessen, Sportergebnissen und Vereinsleben so passiert ist, werde ich aus den hunderttausenden von deutschsprachigen Blogs ja superschlau. Und das jederzeit.

Blogs sind ja auch superaktuell, die meisten wenigstens. Und sind superinteressant: Da steht, was X. heute zum Frühstück gegessen, was Y. an Hausaufgaben zu tun, und wie B. seine Freundin H. am Donnerstag [.....] hat. Ah ja. Es hat uns natürlich auch interessiert, dass Herr W. nach Quatar geflogen ist und dort Hühnchen gegessen hat und nach zwei Tagen wieder zurückgeflogen ist. Das bewegt die Welt!

Und:
Im Internet gibt es ja sooooo viele Nachrichten. Was brauch ich Zeitungen? Schaun wir doch mal, was es da im Web so zu lesen gibt: Spiegel, Welt, Süddeutsche, meine Heimatzeitung, diverse Webportale wie Yahoo, Google, Web.de. Hm ja. Und wo kommt der ganze Content meist her? Natürlich von dpa, der Deutschen Presse-Agentur.

Alles klar. Dass hinter der dpa eine Gemeinschaft deutschsprachiger Zeitungen steckt, ist ja völlig egal. Finanziert sich ja irgendwie alles aus der Luft…

Okay. Polemik mal beseite. Sorry, liebe superschlaue Rebellen: Hört auf zu träumen.

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